Man mag sich über die Datensammelwut (nicht nur) von Google nerven. Trotzdem habe ich mich über den Bericht im Kassensturz gestern ziemlich aufgeregt. Es ist nur all zu verständlich, dass man sich wünscht, die Kontrolle über die eigenen Daten zu haben. Aber leider ist der Datenschutz, wie wir ihn heute kennen genauso ein Auslaufmodell wie das Urheberrecht in seiner momentanen Form. Dabei handelt es sich nicht um eine Wertung dieses Umstandes, sondern lediglich um eine kaum mehr umkehrbare Tatsache. Natürlich ist es legitim (und sehr verständlich), dass es gegen diesen Trend einen regen Widerstand gibt. Die Fragestellung ist aber wohl etwas zu kompliziert um sie in einer einzelnen Sendung, geschweige denn in einem 10-Minuten Beitrag, klären oder zumindest umfassend erklären zu können.
Heute konnte ich dann allerings schon wieder über den Kassensturz schmunzeln. Im Forum vom Kassensturz schreibt nämlich Lukas Stuber:
"sf.tv setzt mit WebTrends und ClickDensity 2 client-seitige Tracking Tools ein, bei denen prinzipiell dasselbe Problem besteht wie bei Google Analytics. Ein Hinweis darauf lässt sich auf der Website nirgends finden. Wäre vielleicht nachzuholen."
Noch geiler ist allerdings, dass der in jeder einzelnen Kassensturz-Ausgabe angepriesene ktipp (während der Sendung meiner Meinung nach sogar noch stossender als die verbotene Unterbrecherwerbung), ebenfalls Google Analytics verwendet. Immerhin wird unter "Datenschutz" darauf hingewisen. Allerdings ist es wohl schon zu spät, wenn man diese Seite gefunden hat.
Kommentare
Kommentar hinzufügen