RSS hat sich bei der breiten Masse nach wie vor nicht durchgesetzt. Und das, obwohl die Technologie, welche den Weg zum Semantischen Web weisen soll, so einfach wie genial ist und bei der Informationsbeschaffung enorme Produktivitätsvorteile bringen kann. Auch ich nutze RSS-Feeds erst seit relativ kurzer Zeit (ca. ein Jahr). Die anfänglichen Implementationen für die grosse Masse (beispielsweise als dynamische Lesezeichen in Firefox) waren für mich alles andere als überzeugend.
Der Service, welchen Songza anbietet, ist nichts aussergewöhnliches: Man kann sich die Musik von Videos anhören, welche bei youtube verfügbar sind. Aussergewöhnlich ist hingegen die Steuerung, mit welcher die Tracks abgespielt, bewertet, weiterverbreitet und der eigenen Playlist hinzugefügt werden können. Die Buttons dafür erscheinen nämlich, wenn man auf ein Stück klickt, unmittelbar dort wo man hingeklickt hat. Das ist sehr viel intuitiver als wenn man (irgendwo auf der Seite) ein separates Menü für die verschiedenen Optionen hat. Das Verhalten kennen wir ja schon von den Kontextmenüs, die üblicherweise erscheinen, wenn wir die rechte Maustaste antippen. Aber warum eigentlich nur bei der rechten Maustaste?!
Beim Online-Game Valo geht es darum, alle blauen Quadrate wegzuklicken bzw. bei gedrückter Maustaste wegzubekommen, ohne die roten Quadrate wegzuklicken. So weit, so einfach. Die herumschwirrenden roten Quadrate dürfen allerdings gar nicht erst berührt werden. Irgendwie komisch zu beschreiben. Am besten einfach ausprobieren!
Da mir Googles Quasi-Monopol doch auch etwas zu denken gibt, suche ich von Zeit zu Zeit Alternativen zu Googles Services. Nicht aus Paranoia, sondern einfach aus einem Drang zur Unabhängigkeit. Am liebsten sind mir deshalb Lösungen, welche ich selbst hosten bzw. hosten lassen kann, da ich so noch einigermassen die Kontrolle über meine Daten habe (oder zumindest bilde ich mir das ein). Und noch lieber sind mir Open Source Lösungen, da diese transparent sind.
Nach dem anfänglichen "Wow", ist die Begeisterung über Googles "Antwort" auf den Microsoft-Facebook-Deal rasch der Ernüchterung gewichen. Es wurde schnell klar, dass es sich nicht um die lange ersehnte (?) Vernetzung der grossen Social Networks wie myspace, Xing, LinkedIn und Orkut handelt, sondern primär um eine Schnittstelle, die es erlaubt, Anwendungen zu programmieren, welche in verschiedenen Social Networks funktionieren.